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Aulus Cornelius Celsus (25 v.Ch. - 45 n. Chr.)
war ein römischer Gelehrter, wahrscheinlich in Südfrankreich geboren. Er schrieb und kompilierte das Wissen
über viele Themen, die für gebildete Römer wichtig waren, darunter Rhetorik, Philosophie, Landwirtschaft und Medizin.

Celsus war wahrscheinlich kein praktischer Arzt, sondern ein gebildeter Laie, der umfassendes Wissen über die Medizin seiner Zeit hatte.
Von seinen Werken ist fast nur sein medizinisches Buch erhalten. Reiche Römer erwarben damals medizinisches Wissen,
um selber Sklaven zu behandeln oder das Tun der Ärzte zu überwachen, da Sklaven als wertvolles Eigentum galten.
Sein Werk De Medicina, Libri Octo wurde handschriftlich verfasst und war für die Geschichte verloren,
bis ein Exemplar in der Vatikanischen Bibliothek entdeckt wurde. Dies war eines der ersten medizinischen Bücher, die nach
der Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg gedruckt wurden (Florenz, 1478), und es erschienen mehr als 50 Ausgaben.
Es ist die wichtigste historische Autorität für die medizinischen Lehren der römischen Antike. Der chirurgische Teil
wurde sogar von Joseph Lister im 19. Jahrhundert studierte.
Im achten Buch, das fast ausschließlich Verrenkungen und Frakturen gewidmet ist, findet sich eine ausführliche Beschreibung
von Kopfverletzungen wie extraduralen Hämatomen. Außerdem beschrieb er zum ersten Mal Hirnschwellungen, die über
das Schädelniveau hinausgingen, beschrieb mehrere chirurgische Indikationen und Kraniotomietechniken, empfahl die Behandlung von
Knochenbrüchen mit Druckstellen (die zuvor als unbehandelbar galten) und beschrieb die verwendeten chirurgischen Instrumente.
Dieser besonders wichtige chirurgische Teil seines Werks biete wertvolle Informationen über die Medizin des vorchristlichen Altertums
und die Alexandrinische Chirurgie bietet. Dennoch fand sein Werk damals wenig Beachtung, da es zu detailliert für Laien und von
Ärzten, meist Griechen, nicht geschätzt wurde.

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