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Papyrus Ebers ca 1500 v.Chr.
Dieser Papyrus ist nach dem deutschen Ägyptologen Georg Moritz Ebers (1.3.1837 in Berlin - 7. August 1898 in Tutzing) benannt,
der ihn in 1873 von einem Händler namens Todrus Bolus in Luxor erwarb. Dieser hat nach Angaben seines Sohnes
den Papyrus von einem Mann aus Gurna namens Ali Omar erworben. Als Konsularagent des Norddeutschen Bundes für Oberägypten
konnte er trotz des seit 1836 bestehendes Verbotes mit Kulturgütern handeln

Laut dessen Angaben soll der Papyrus ursprünglich im Jahr 1861 bei Theben in einem Grab zwischen den Beinen einer Mumie gefunden worden sein.
Der Sammler Edwin Smith hatte diesen Papyrus wohl bei dem Haendler schon vor Ebers eingesehen und Teile davon kopiert haben, in seinem Besitz hatte er ihn aber nicht.
Neben dem nach Edwin-Smith benannten Papyrus ist der Papyrus Ebers einer der ältesten erhaltenen Papyrustexte und einer der ältesten bekannten Texte
zu medizinischen Themen.
Der Text ist in hieratischer Schrift verfasst und hat eine Länge von über 18 Meter bei einer Höhe von 30 Zentimeter.
Neben vielen anderen Rezepten und Beschwörungen widmet sich ein kleiner Part der chirurgischen Vorkommnisse wie das Spalten von Abszessen und der Einrenkung von Knochenbrüchen.
Dieser Papyrus ist seit Erwerb durch Georg Ebers 1875 im Besitz der Universitätsbibliothek Leipzig und hat im Laufe des
2. Weltkrieges teilweise Schaden genommen. Ein komplett rekonstruiertes Faksimile in Originalgröße ist seit 2020 dort zu besichtigen.

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