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Hans von Gersdorff (ca 1450 - ????)
war ein bedeutender deutscher Chirurg und Wundarzt des Spätmittelalters. Auch bekannt als Schielhans oder Schylhans,
geboren um 1455, vermutlich in Straßburg, verstarb er dort im Jahr 1529.
Er ist vor allem für sein medizinisches Werk "Feldbuch der Wundarznei" bekannt, das erstmals im Jahr 1517 veröffentlicht wurde.
Dies war eine reich illustrierte Abhandlung über chirurgische Techniken und Methoden zur Wundbehandlung, Verfahren für Frakturen und
eine neue fortschrittliche Methode zur Amputationsversorgung. Er brachte dort seine Erfahrungen aus seiner
Zeit als Feldchirurg in den Burgunderkriegen mit Karl dem Kühnen gegen die Eidgenossen ein. Gersdorff wirkte über 40 Jahre in verschiedenen militärischen Feldzügen.
In dieser Zeit führte er nahezu 200 Amputationen durch und erwarb umfangreiche Kenntnisse in der Behandlung von Kriegsverletzungen

Das "Feldbuch der Wundarznei" gilt als eines der bedeutendsten medizinischen Werke des Spätmittelalters, beeinflusst
auch durch das Werk des mittelalterlichen Arztes Guy de Chauliac. Gersdorff fasste das chirurgische Wissen seiner Zeit zusammen und
sein Werk diente als wertvolles Nachschlagewerk für Wundärzte und Chirurgen. Die detaillierten Abbildungen und Beschreibungen trugen
wesentlich zur Ausbildung und Praxis von Chirurgen bei und beeinflussten die medizinische Literatur der Renaissance.
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